Ich war eben mal im Keller und habe einen Blick in die ATARI-Vitrine geworfen. Ich muß meine (falsche & entfernte) Aussage von oben revidieren - ich habe bei allen Floppies die Hebel oben, also entriegelt.
Olix hat es ganz richtig gehört. 🙂
Da habe ich mir bestimmt was gedacht, also fluchs eine nackte Mechanik aus der Kiste geholt - deren Hebel war übrigens auch oben. 😁
Also, wenn der Hebel verriegelt (unten) ist, werden der Dorn, der in das Loch der Disk greift und sie fixiert, über einen Plastikhebel nach unten gedrückt -> der Kunststoffhebel und daran hängende Mechanik (Dorn und SL-Kopf) steht ständig mechanischer unter Spannung, die Stange wird nach oben gedrückt:

Das könnte dazu führen daß die Halterungen, in denen die Stange gelagert ist oder/und die Nase, die das Blech mit dem Dorn nach unten drückt, irgendwann rissig werden und brechen - der Kunststoff wird ja mit den Jahren nicht elastischer...
Der Arm mit dem Dorn ist an einem Federblech gelagert, welches als Schanier dient. Der Schreib/Lesekopf wird durch eine Feder gespannt:

Diese sind im Ruhezustand zwar minimal mehr belastet, machen nicht den Eindruck als wenn sie so schnell ihre Spannkraft verlieren.
Der Filz, der die Disk gegen den SL-Kopf drückt, wird belastet:

Er könnte durch ständig anhaltenden Druck härter werden.
Also ist es sinnvoller den Hebel oben zu lassen und damit die Mechanik zu entlasten.
Falls die Dinger mal verschickt werden sollten, würde ich aber wieder eine Transportsicherung reinstecken.
Wie es bei der angesprochenen Commodore-Floppy aussieht kann ich nicht sagen; im Zweifelsfall mal einen Blick reinwerfen. 😉
Im https://www.c64-wiki.de/wiki/Commodore_1571 steht dazu:
*Häufige Probleme
Beim Verriegeln des Laufwerks wird der obere Kopf auf die Diskettenoberfläche abgesenkt. Die dafür nötige Federmechanik befindet sich nur dann in einem entspannten Zustand, wenn eine Disk im Laufwerk liegt und das Laufwerk verriegelt ist (das Laufwerk leer zu verriegeln, reicht nicht aus). Wenn das Laufwerk für längere Zeit unverriegelt bleibt, können durch die Dauerbelastung der Federn Defekte auftreten:
Das Halteblech kann seitlich einreißen bzw. brechen, da es bei unverriegeltem Laufwerk ständig einseitig belastet wird.
Die Andruckfeder kann an Kraft verlieren. Dieser Fehler ist durch vorsichtiges Nachbiegen relativ einfach zu reparieren.
Gebrauchtgeräte, die zum Teil jahre- oder jahrzehntelang unverriegelt gelagert wurden, haben oft einen dieser Fehler. Um die Fehler zu verhindern, empfiehlt es sich, immer eine Disk im Laufwerk liegen zu haben und das Laufwerk zu verriegeln.*